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Peru, ein Land das weit mehr zu bieten hat als nur die Inkakultur und Machu Picchu

Peru, ein Land das weit mehr zu bieten hat als nur die Inkakultur und Machu Picchu

Mit großer Freude habe ich die Einladung des peruanischen Tourismusministeriums angenommen, mir auf einer Inforeise die Highlights des Landes ansehen zu dürfen. Wie immer hatte ich nur wenig Zeit mich wirklich intensiv vor Abreise mit dem Zielgebiet zu beschäftigen, muß ja alles soweit vorbereitet werden, damit während meiner Abwesenheit vieles per Mail erledigt werden kann. Also noch schnell eine paar Reiseunterlagen für Abreisen im Dezember fertigmachen und alle aktuellen Angebotsanfragen bearbeiten, bevor es in den Flieger nach Lima geht.

Aufgrund einer Schlechtwetterfront entschied sich der Pilot eine Ausweichroute über Grönland zu fliegen, was sich im Nachhinein als eine wirklich gute Idee herausstellte, nicht nur weil wir einen angenehm ruhigen Flug hatten, sondern auch weil das Glück uns hold war und wir eine so gute Sicht hatten, daß man vom Flugzeug aus die Eisberge und wundervoll bizzarren Gletscherspalten von der Luft aus sehen konnte. Der Pilot flog extra zwei Kurven, einmal links herum, einmal rechtsherum, damit auch jeder in den Genuss dieser wundervollen Eindrücke kommen konnte. Leider war ich mit der Kamera wieder einmal etwas zu späte dran und die Sonne ging sehr schnell unter, deshalb kann man auf den Bildern die Schönheit nur erahnen.

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In Lima angekommen wurde ich von einem Deutschen "Andy" in Empfang genommen, der mich ins Hotel begleitete. Er lebt und arbeitet seit 8 Jahren zusammen mit seiner peruanischen Frau in Lima und wir kamen gleich ganz ungezwungen ins Gespräch. Im Hotel übernahm dann eine Kollegin, die mich noch auf einen Mitternachtsimbiss begleitete und die Gespräche gingen genauso angeregt weiter. Gerade einmal in Peru angekommen, hatte ich gleich so viel Offenheit erfahren, daß ich mich auf die kommenden Tage bereits sehr freute.

 

Am nächsten Tag, nach dem Frühstück traf ich dann auch auf den Rest der Reisetruppe, die insgesamt aus 9 Reisebüromitarbeitern und 2 Damen im Auftrag des peruanischen Tourismusministeriums bestand. Auf gehts zur Stadtbesichtigung in Lima mit Silvia, einer Peruanerin, die lange Zeit in der Schweiz gelebt hat und dadurch einen herrlichen Akzent hatte. Eine quirrlige, kleine Madrone die alles und jeden fest im Griff hatte und die Stadtrundfahrt mit Ihrem Humor zu meiner Begeisterung zu einer Veranstaltung machte und nicht wie so oft üblich zu einer langweiligen Führung.

 

Nun kommt ein großer Fehler, den Sie bitte nicht machen sollten: Kein Eis vor dem Mittagessen! Kim, eine weitere sehr nette Begleiterin der Incommingagentur vor Ort empfahl uns unbedingt das beste Eis der Stadt zu probieren. Der Laden heißt Blu und befindet sich in Barranco, Jr. 28 de Julio 202. Es werden ausschließlich frische Früchte zur Herstellung verwendet und es gibt sogar laktosefreies Eis! Und ich muss sagen, es war fantastisch, allerdings hätte eine Kugal gereicht.  Anschließend folgte auch sogleich ein 3-gängiges Mittagsmenü in einem angesagten Szenerestaurant in Lima, das Amor y Amar, Jr. Garcia y Garcia 175. Versteckt hinter einem großen Holztor offenbart sich nach Eintritt dem Besucher ein stylischer Hinterhof mit Fusion-Cuisine. Peru ein Land für Feinschmecker - das war mir neu, ich sollte in den nächsten Tagen wieder und wieder davon überrascht werden auf welch hohem Niveau man hier geniessen kann, das ist unglaublich.

 

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Mit vollem Magen ging es nun auf eine 4 Stündige Fahrt bis nach Paracas. Der Distrikt Paracas ist der größte Distrikt der Provinz Pisco der peruanischen Region Ica. Die Paracas-Halbinsel, südlich der Paracas-Bucht und die Islas Ballestas bilden das Nationalreservat Paracas, das am 25. September 1975 gegründet wurde und eine Gesamtfläche von 335.000 Hektar hat. Das Reservat soll die reichen Vorkommen an Mähnenrobben, Blaufußtölpeln, Pelikanen, Humboldt-Pinguinen und anderen Meeressäugern und Seevögeln schützen. Berühmtes Wahrzeichen war bis August 2007 die Felsformation der Kathedrale von Paracas, die beim Erdbeben in Peru 2007 zerstört wurde.

 

fluxus reisen peru paracasAm nächsten Morgen wurden wir am Hotel mit einem Motorboot abgeholt uns wir fuhren zu den Ballestas Inseln, wo man die vielen Robben und Vögel beobachten konnte. An Bord mit dabei Frank, ein peruanischer Küchenchef, der uns unterwegs ein fenomenales Ceviche und Gambas al Ajillo zubereitete. Frank sollten wir nocheinmal wiedersehen, denn er war auch für die Verpflegung bei unserem Abendprogramm zuständig.

 

Zurück im Hotel fanden noch 3 Hotel Ispektionen statt, denn wir sind ja nicht nur zum Spaß hier. Ich kann sagen, daß das Hotel Paracas, in dem wir untergebracht waren, meine 1. Wahl am Ort wäre, wenn man auf diesem hohen Standard logieren möchte. Es gibt natürlich auch günstigere Hotelvarianten, für jeden Geschmack und Geldbeutel ist hier etwas im Angebot.

 

fluxus reisen peru paracas hotelGegen 18:00 Uhr wurden wir von 3 Pickups zu einer Wüsensafari abgeholt. Wüstensafari - ja bin ich den jetzt in Dubai, oder was? Hmm irgendwie konnte ich es mir nicht so recht vorstellen. Und ja es war wie in Dubai. Rauf die Dünen, Vollgas runter die Dünen, Schräglage bis zum hysterischen Kreischen aller Insassen inklusive Andreas, der mit seinen stattlichen über 1,90 m eigentlich den Eindruck machte, dass ihn nichts so schnell aus der Bahn werfen kann. Endlich gab es eine kurze Verschnaufpause und die Fahrer packten ein paar Bretter aus, die wie Snowboards aussahen.  2 davon platzierten sie über einem Abhang, wo es gefühlte 100 m in die Tiefe ging, bei einer Steigung von sagen wir mal gefühlten 80%. Ich habe Höhenangst und glaubt mir, Anfangs konnte ich mich noch nicht einmal der Kante bis auf einen Meter nähern. Auch habe ich die Fahrer ausgelacht, daß man ja wohl Lebensmüde sein müsse da als Laie runter zu fahren und dachte es wäre ein Scherz. Also nahm ich eins der Bretter und ging damit zu einem Minihügel, der mir einen passablen Eindruck für eine Proberunde machte. "Esto no va a funcionar, Senora" hörte ich noch, schwang aber trotzdem meinen nicht allzukleinen Hintern auf das Brett und ... es passierte nichts, auch nicht als ich mit Händen und Füssen nachhalf. Ahh, das wird nicht funktionieren, Madame - da hatten die wohl recht. Man braucht also anscheinend eine gewisse Steigung, damit sich dieses Brett im Sand überhaupt fortbewegen kann. Mittlerweile war eine aus der Gruppe mutig geworden und hat sich dem Abenteuer gestellt. OK, dachte ich mir, ich werde auch nicht jünger und wer weiss, wann ich mal wieder die Chance zu so einem Sandboard-Abenteuer bekomme. Augen zu und durch. Das Ergebnis seht ihr hier:

Absolut genial. Ich bin froh, daß ich es gemacht habe und wenn man nicht anschließend diesen riesen Sandberg wieder hinauf krabbeln müsste, wäre es noch viel viel besser! Zum krönenden Abschluß ein stopp kurz vor dem Sonnenuntergang um noch ein paar schöne Fotos im Licht der Abendsonne zu schiessen, bevor sich hinter der nächsten Düne ein kleines Wüstenlager auftat. Und wen treffen wir hier wieder? Frank unseren Küchenchef vom Mittag, der nun am Grill steht und kleine Köstlichkeiten für uns vorbereitet. Eine Landschaft aus bunten Kissen lädt ein sich in dem kleinen Zelt, das von Fakeln umgeben ist, niederzulassen und die Wüste zu geniessen.

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Am nächsten Morgen ging es weiter durch die Wüste in Richtung Huacachina, eine Oase mit ca. 25 mm Niederschlag im Jahr. Der Ort ist vom Tourismus geprägt, bietet viele Aktivitäten und wird sowohl von ausländischen Reisenden als auch von Einheimischen besucht.

Anschließend fuhren wir zu ein Weingut, auf dem wir herzlich und passend zum Sonnenuntergang mit einem Gläschen Sekt auf dem Aussichtsplateau empfangen wurden.

 

fluxus reisen peru cusco menschenAm nächsten Morgen Rückfahrt nach Lima und Weiterflug nach Cusco. Die Luft wird dünner, ja sogar sehr dünn! Schon bei der Ankunft und der Abholung des Gepäcks spürt man deutlich die Höhe (3426 m). Cusco gehört seit 1983 zu den UNESCO-Welterbestätten und ist Ausgangspunkt für viele Sehenswürdigkeiten.

Darunter auch die lange verborgene Inkastadt Machu Picchu. Überall werden Kokablätter zum Mitnehmen angeboten, am Flughafen und auch in den Hotels, um den Nebenwirkungen der Höhe entgegenzuwirken. Auch ich hab mir am Flughafen gleich mal die Hosentaschen gefüllt, aber ganz ehrlich gesagt, wurde mir eher schlecht von den Blättern, als von der Höhe. Allerdings kann man sagen, daß bereits ein kurzer Spaziergang durch die Stadt zu einer immensen Anstrengung wird. Man bekommt schnell Kopfschmerzen, wenn man nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt und den Pisco-Sour am Abend sollte man auch besser weglassen, da auf dieser Höhe der Alkohol einfach eine extreme Wirkung hat. Erfahrung am eigenen Leib... es war ein billiger Rausch!

 

Am nächsten Tag standen die Umliegenden kulturellen Stätten auf dem Plan und es ging noch ein wenig höher. 

fluxus reisen peru ollantaytamboWir besuchten Chinchero, eine kleine Ortschaft im Hochplateau NW von Cusco. Kirche aus kolonialer Zeit gebaut auf Inkaruinen. Sonntags findet in Chinchero ein Indiomarkt statt, sowie auch in Tipón die Inkaruinen mit breiten Terrassen und funktionierenden Wasserkanälen im Osten der Stadt, nahe der Ortschaft Oropesa.
In Pikillaqta die Ruinen aus der Wari-Kultur, im Osten der Stadt Cusco auf einem vorgezogenen Hügelzug an enger Stelle des Urubambaflusses (nahe dem Zusammenfluss mit dem Río Sapphi) gelegen, welches als natürlicher Pass ein strategisch wichtiger Ort war.
Das Valle Sagrado de los Incas (heilige Tal der Inkas), ein fruchtbares Tal im Norden Cuscos, eine Gegend geprägt durch flache wenige Kilometer breite Schwemmgebiete zwischen steilen Felswänden, kleinere Ortschaften, Inkaruinen und umgeben von hohen Schneebergen.

Hier hatten wir ein sehr schönes Mittagessen mit einer Pferde-Flamenco Show.

 

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Besondere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Urubamba - Hauptort der gleichnamigen Provinz. Der Fluss Urubamba bildet in diesem Talbereich das sogenannte Valle Sagrado.
  • Písac - Eine ehemalige Inkastadt etwa 30 km von Cuzco entfernt mit Befestigungsmauer, Toren und Bastionen, einem riesigen Friedhof, unzähligen Terrassen und einem 16 m langen unterirdischen Gang.
  • Die Ortschaften im Valle Sagrado entlang des Río Urubamba
  • Ollantaytambo - Eine Festung mit großer religiöser Bedeutung etwa 70 km von Cuzco entfernt. Die Festung wurde bis zum Eintreffen der Spanier nicht fertiggestellt. Davon zeugen sechs riesige Monolithen aus rotem Granit, die bis zu 50 Tonnen wiegen.
  • Machu Picchu -  Die verborgene Stadt - Die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit Perus.
  • Kreise von Moray -  großer kreisförmiger Agrar-Experimentkomplex der Inkas, wo unter anderem Samen aus dem Amazonasgebiet gefunden wurden.

 

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Mein Highlight auf diesem Reiseabschnitt war definitiv die Zugfahrt mit dem Peru Rail zum Machu Picchu. Die Züge haben meist gläserne Dächer, so daß man wunderbar die Landschaft, die sich kontinuierlich verändert, bestaunen kann. Wenn man sich einen kleinen Luxus leisten möchte, bucht man nicht die Holzklasse, sondern ein komfortables Abteil indem man mit Sekt und einem schönen 3-Gänge Menü während der Fahrt verwöhnt wird. Das war für mich ein ganz besonderer Teil dieser Reise.

 

Zu Machu Picchu sei nur so viel gesagt: Es ist ein Ort der berührt, den man einfach selbst erleben muss. Für mich gehört er definitiv zu den 100 Orten, die man in seinem Leben besucht haben muss. Die Energie dort oben ist gigantisch und für einen Moment hat man das Gefühl auf dem Dach der Welt angekommen zu sein. Wenn man sich abseits des Trubels ein Plätzchen sucht um einen Moment Inne zu halten und dieses Bauwerk, sowie die Umgebung auf sich wirken lässt, wird man sich bewusst wie großartig dieser, unser Planet ist und wie unbedeutend wir eigentlich sind.

 

Mein Fazit: Peru ist eines der faszinierensten Länder die ich bisher bereist habe. In den 10 Tagen habe ich leide nur einen kleinen Ausschnitt erleben dürfen, definitiv hat es in mir die Lust geweckt wieder zukommen und dann noch viel mehr von dieser alten Kultur und den Schönheiten des Landes, aber auch von den kulinarischen Genüssen zu erleben.

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I will be back!

 

Geschrieben von : daniela

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